Fürther Stadtwald – Ergebnisse des Erstgesprächs mit dem Forst am 6. Oktober 2020

Fürther Stadtwald – Ergebnisse des Erstgesprächs mit dem Forst am 6. Oktober 2020

Am 6. Oktober 2020 fand endlich ein erstes Treffen mit der Stadtförsterei und dem Ordnungsamt Fürth statt.

Insgesamt ist das Gespräch produktiv verlaufen und auf Seiten der Behörden gab es durchaus Verständnis für die Anliegen der Mountainbiker*innen.

Leider gibt es aber einige Punkte, über die keine Einigkeit herrscht und denen wir uns in Zukunft nun gemeinsam intensiv werden widmen müssen.

Tatsächlich spielen bei der Bewertung der Situation nicht nur die Bayerische Verfassung mit Artikel 141 (Recht auf Erholung in der freien Natur) eine Rolle, sondern auch das Bayerische Waldgesetz, das Bayerische Naturschutzgesetz, die FFH-Richtlinien und nicht zuletzt die Landschaftsschutzverordnung der Stadt Fürth. Eine insgesamt rechtlich außerordentlich komplexe Situation also.

Vereinfacht war der Kern der Aussage von Stadtförsterei und Ordnungsamt:

„Die seit etlichen Jahren bestehenden – und von Mountainbiker*innen gern genutzten – Wege sind keine Wege.“

Daher „müssen“ und dürfen diese Wege, die nach der Auslegung der öffentlichen Stellen keine sind,  zurückgebaut oder renaturiert werden.  Das Recht, geeignete Wege mit dem Mountainbike zu befahren werde durch diese Maßnahmen nicht über den legalen Rahmen hinaus eingeschränkt.

Inwieweit dieses Vorgehen bei seit Jahren bestehenden und genutzten Wegen tatsächlich juristisch zulässig und sinnvoll ist, müsste an anderer Stelle geprüft werden.

Was wir als DIMB IG Nürnberg-Fürth leisten können und werden ist der Versuch – ähnlich wie in Nürnberg, zumindest einen Großteil der Wege zu schützen und, in hoffentlich ebenso enger Zusammenarbeit und produktiver Auseinandersetzung wie mit dem Forstbetrieb Nürnberg, eine Lösung zu finden, die Mountainbiker*innen ihren Platz im Wald lässt.

Der Anfang dazu ist gemacht: Besonders positiv wurde in diesem Zusammenhang aufgenommen, dass es mit uns als DIMB IG Nürnberg-Fürth einen Ansprechpartner gibt, mit dem man mögliche Lösungswege nicht nur diskutieren, sondern auch praktisch angehen kann.

Abschließend bleibt also zu sagen, dass auch den Behörden in Fürth klar ist, dass wir Mountainbiker*innen nicht einfach wieder verschwinden werden, dass wir genau so Nutzer*innen des Waldes sind wie alle anderen auch und dass auch unsere Bedürfnisse wahrgenommen werden müssen.

Es bleibt also auch in Fürth viel zu tun, deshalb ist auch eure Unterstützung passiv wie aktiv so wichtig!

Schreibe einen Kommentar