Hier findest du Antworten auf viele Fragen zur DIMB IG Nürnberg Fürth, rechtlichen Fragestellungen und aktuellen Themen.

Wenn du eine Frage nicht findest dann schreib sie uns einfach und wir werden sie ggf. ergänzen.

1. Was macht die DIMB NüFü eigentlich?
2. Woher kommt der angebliche (Allein) Vertretungsanspruch der DIMB?
3. Sind alle Bauten illegal?
4. Sind Trails illegal?
5. Welche Rechte (und Pflichten) haben wir Mountainbiker*innen in Bayern?
6. Was ist ein „geeigneter Weg“?
7. Was ist ein Bauwerk?
8. Was geht die DIMB der Buck an?
9. Warum ist es jetzt ein Problem was „20 Jahre lang geduldet“ worden ist?
10. Hat das jetzt was mit den E-Bikern zu tun?
11. Hat die DIMB etwas mit dem Rückbau zu tun?
12. Gab es Unfälle?
13. Wie weit ist die DIMB über die Vorkommnisse informiert?
14. Was ist der Plan von Stadt und Forst?
15. Warum reißt der Forst die Bauten am Buck ab?
16. Werden jetzt alle Bauten am Buck abgerissen?
17. Kann man neue Trails am Buck anlegen?
18. Kann man die Bauwerke nicht einfach legalisieren?
19. Soll wirklich ein Bike-Park kommen?
20. Woher kommen die ganzen Zahlen, z. B. 250.000 Gäste?
21. Wenn das Konzept so fragwürdig ist, warum hat man nicht bei Kommunen nachgefragt, die sowas schon umgesetzt haben?
22. War die DIMB beim Thema „Bikepark Schmausenbuck“ nicht von Anfang an dabei?
23. Ist das Projekt „Bikepark Schmausenbuck“ auf dem Mist der DIMB gewachsen?
24. Eure beiden Sprecherinnen. Gibt es da Keinen Konflikt zwischen kommerziellem und ehrenamtlichem Interesse?
25. Wie geht es jetzt weiter?
26. Was hat es mit dem „Trailnetz“ auf sich, ist das nicht der „Bikepark“?
27. Wer ist an dem „Trailnetz“ beteiligt?
28. Wie kann ich bei euch in der IG mitmachen?
29. Ich würde gerne mithelfen, habe aber nicht so viel Zeit. Was kann ich tun?

1. Was macht die DIMB NüFü eigentlich?

Neben gemeinsamen Ausfahrten, Ausbildungen und geselligem Miteinander sind wir Ansprechpartner für Bürger, Behörden und Politik, wenn es z.B. darum geht sich über das breite Thema Mountainbike zu informieren. Auch sprechen wir Politik und Behörden aktiv an, um für die Belange aller Mountainbiker zu sensibilisieren und uns dafür einzusetzen (Lobbyarbeit).

2. Woher kommt der angebliche (Allein) Vertretungsanspruch der DIMB?

Wir sind Fürsprecher und nicht Sprecher aller Mountainbiker. Das heißt, wir haben und hatten nie den Anspruch Sprecher aller Mountainbiker oder einzelner Gruppen zu sein. Wir vertreten in der Regel aber die Interessen aller Mountainbiker, manchmal sogar so weit, dass Gesetze und Regelungen überdacht werden (vgl. 2-Meter-Regel in BaWü oder Verfahren „geeignete Wege“ in Bayern). Das ist eine langwierige und aufwändige Arbeit, die nur gemeinsam in einer organisierten Gruppe möglich ist.

3. Sind alle Bauten illegal?

Grundsätzlich ja. „Natürlich“ entstandene Erdhügel oder Anlieger verursachen aber wohl meist tendenziell weniger Probleme.

4. Sind Trails illegal?

Trails gelten in Bayern als Weg und sind damit legal zu befahren. Eine willkürliche Sperrung von Wegen für Mountainbiker am Buck ist rechtlich also kaum haltbar, siehe Rechtslage in Bayern.

5. Welche Rechte (und Pflichten) haben wir Mountainbiker*innen in Bayern?

Rechtslage in Bayern

6. Was ist ein „geeigneter Weg“?

Hierzu gibt es verschiedene Gerichtsurteile, z.B. vom Amtsgericht Aichach von 2018. PDF: geeigneterWeg-AuszugAG Aichach

7. Was ist ein Bauwerk?

Verkürzt gesagt: Alles was nicht zufällig bzw. natürlich schon da war (oder durch Nutzung entstanden ist). Allerdings unterscheiden manche Forstbehörden wohl noch zwischen tatsächlichen Bauten aus Holz, und „einfachen“ Anhäufungen von Dreck und Erde. Laut Bundeswaldgesetz § 14 können nur solche Gefahren, die walduntypisch und nicht erkennbar waren, überhaupt zu einer Haftung führen. Wenn euch also im Wald ein Ast auf den Kopf fällt, ist das euer Problem. Wenn ihr euch aber an einer aus Holz gezimmerten Schanze die Knochen brecht, dann seid ihr in der Regel auch selbst schuld. Aber bei einer ungünstigen Fallkonstellation könnte auch der Waldbesitzer in eine Haftung kommen. Und das will der, verständlicherweise, vermeiden.

8. Was geht die DIMB der Buck an?

Bei uns sind viele Sparten vertreten: Enduristen, Tourenbiker, Freerider oder eben einfach Mountainbiker. Wir fahren am Buck genau so wie viele andere. Und genau deshalb setzten wir uns schon von Anfang an für den Erhalt des freien Befahrens aller Trails ein. Daneben setzen wir uns bei Forst und Stadt für den maßvollen Umgang mit den seit Jahren gewachsenen Strukturen ein. Obwohl nur wenige von uns alles nutzen, ist die (politische) Arbeit die derzeit aufwändigste Aufgabe für uns.

9. Warum ist es jetzt ein Problem was „20 Jahre lang geduldet“ worden ist?

Zum einen wurde es nicht geduldet, sondern lange ignoriert. Zum anderen haben die Holz- und Erdbewegungen einen Umfang angenommen, dass es von offizieller Seite nicht mehr ignoriert oder akzeptiert werden kann. Denn Bauen ohne aufwändige Genehmigungen ist im Wald in jedem Fall leider nicht legal.

10. Hat das jetzt was mit den E-Bikern zu tun?

Nein. Es hat was mit der Größe, der Menge und dem Ort der aktuellen Holz- und Erdbewegungen zu tun. Es hat aber auch damit was zu tun, dass immer mehr Menschen den Wald für sich entdecken; also eben auch damit, dass es immer mehr Mountainbiker gibt.

11. Hat die DIMB etwas mit dem Rückbau zu tun?

Nein! Im Gegenteil: Wir haben von Anfang darauf gedrängt, dass Stadt und Forst an die nötigen Rückbauten mit Augenmaß herangeht und die lokalen Fahrer mit ins Boot holt. Hier haben wir auch schon einiges erreicht: Das haben wir erreicht – Ein Statement zu unserer Arbeit Ergebnisse der Sportkommissionssitzung – Ein erster Meilenstein

12. Gab es Unfälle?

Stürze gibt es natürlich immer wieder. Die Bergwacht berichtete uns, dass es in letzter Zeit auch vermehrt zu Einsätzen kam. Deshalb wollen wir das Gesamtkonzept Trailnetz auch in Zusammenarbeit mit der Bergwacht erarbeiten (Rettungspunkte etc).

13. Wie weit ist die DIMB über die Vorkommnisse informiert?

Für gewöhnlich erfahren wir von konkreten Plänen oder Aktionen nicht früher als andere. Durch die gute Vernetzung mit Stadt und Forst werden wir aber immer häufiger während der Planung über Sinn und Unsinn befragt und auch in Planungsprozesse eingebunden. Das nutzen wir, um die Situation nachhaltig für alle zu verbessern.

14. Was ist der Plan von Stadt und Forst am Buck?

Stand November 2020: Das Budget für den Bikepark wurde dank des enormen Einsatzes von Nasser Ahmed (SPD) und Max Müller (CSU), die von Anfang an ein offenes Ohr für uns und die Belange des Mountainbikens im Breitensport hatten, in den Haushalt für 2021 aufgenommen! Außerdem arbeiten wir weiter und in Kooperation mit anderen Vereinen an dem Trailnetz auf Basis der bestehenden Strecken. Dies geschieht in enger und konstanter Abstimmung mit dem Forstbetrieb Nürnberg, welcher uns im Bereich der ehemaligen Yolo-Line nun sogar zum ersten Mal in der Geschichte des Bucks offiziellen Streckenbau ermöglicht. Dieses Vertrauen und die Offenheit wissen wir zu schätzen und werden diese schützen! Stand 18. Juli 2020: Der Forst hat drei Lines mit großen Bauten abgerissen. Weitere sollen folgen. Wir haben erreicht, dass die Abrisse ausgesetzt werden sollen, bis wir ein Gesamtkonzept/Trailkonzept in Kooperation mit anderen Vereinen und Interessenvertretungen ausgearbeitet haben. Außerdem haben wir uns für eine Veränderung der Beschlussvorlage zum Projekt „Bikepark Schmausenbuck“ eingesetzt. Nämlich: Zusätzlich zum Bikepark unterhalb der Stromschneise soll ein Trailnetz auf Basis der bestehenden Strecken durchgesetzt und am Runden Tisch bottom up erarbeitet werden. Das freie Befahren der restlichen Wege auf Basis des bayerischen Betretungsrechts muss aber gewährleistet bleiben. Der geänderte Beschlussvorschlag wurde in der Sportkommissionssitzung am 17.07.2020 angenommen!

15. Warum reißt der Forst Bauten am Buck ab?

Die Holz- und Erdbewegungen haben einen Umfang und Größen angenommen, der von offizieller Seite nicht mehr ignoriert oder akzeptiert werden kann. Stichwort Baugenehmigung, Umwidmung/Rodung, Haftung, Naturschutz.

16. Werden jetzt alle Bauten am Buck abgerissen?

Aktueller Stand siehe „Was ist der Plan von Stadt und Forst?“ Stand 18. Juli 2020: Der Forst hat drei Lines mit großen Bauten abgerissen. Weitere sollen folgen. Wir haben erreicht, dass die Abrisse ausgesetzt werden, bis wir ein Gesamtkonzept/Trailkonzept in Kooperation mit anderen Vereinen und Interessenvertretungen ausgearbeitet haben.

17. Kann man neue Trails am Buck anlegen?

Stand November 2020: Wir haben die Erlaubnis, im Bereich der ehemaligen Yolo-Line unter Vereinsregie eine neue Strecke anzulegen, die exemplarisch dafür stehen soll, wie Streckenbau (in enger Abstimmung mit dem Forst und in Vereinsregie) in Zukunft am Buck aussehen kann. Die Strecke darf NICHT eigenständig verändert werden und es darf auch NICHTS Neues anderswo entstehen. Wir bitten, das zu respektieren, da der Forst uns und dem Mountainbiken hier mit viel Offenheit begegnet und das nur so lange der Fall ist, solange sich alle entsprechend respektvoll aufführen.

18. Kann man die schon bestehenden Bauwerke nicht einfach legalisieren?

Nein, schon gar nicht einfach. Selbst wenn die Verantwortlichen das wollten ist das aufgrund verschiedener Gesetze (Waldgesetz, Baugesetz, Naturschutzgesetz) nicht möglich.

19. Soll wirklich ein Bikepark kommen?

Ja. Stand November 2020 ist das Budget für den Bikepark für den Haushalt 2021 genehmigt. Der Bikepark wird unterhalb der Stromschneise für Mountainbiker gebaut werden. Das sieht die Beschlussvorlage der Sportkommissionssitzung vom 17.07.2020 vor. Wie dieser „Bikepark“ dann aber ausgestaltet wird, wird in einem Beteiligungsprozess am Runden Tisch besprochen. Um Konzeptionsideen für den Bikepark von unserer Seite kümmert sich unsere eigene IG-interne Abteilung AK Downhill/Freeride.

20. Woher kommen die ganzen Zahlen, z. B. 250.000 Gäste?

Die Zahlen sind mit Vorsicht zu genießen. Sie stammen aus dem ersten Konzept (Sportkommissionssitzung vom 06. März 2020).

21. Wenn das Konzept so fragwürdig ist, warum hat man nicht bei Kommunen nachgefragt, die sowas schon umgesetzt haben?

Mountainbiken mit all seinen Facetten ist zwar bereits „Breitensport“, jedoch noch so jung, dass vielen noch nicht klar ist, dass es „den Mountainbiker“ nicht gibt. Aber genau da setzt die DIMB an! Wir unterstützen mit unserer Erfahrung aus einem bundesweit einzigartigen Netz die Politik und andere offizielle Stellen dabei, wirklich tragfähige Konzepte zu verwirklichen.

22. War die DIMB beim Thema „Bikepark Schmausenbuck“ nicht von Anfang an dabei?

Die DIMB IG Nürnberg Fürth wurde erst Ende 2019 gegründet. Die Initiative zu dem Konzept wurde aber (von anderen) bereits sehr viel früher in Gang gesetzt. Als wir dann da waren war vieles schon im Gange, was wir nur mit Mühe aufhalten bzw. bremsen konnten um es nun in für das Mountainbiken im Breitensport tragfähige(re) Richtungen zu lenken. Nun (Stand November 2020) sind wir aber auf einem guten Weg.

23. Ist das Projekt „Bikepark Schmausenbuck“ auf dem Mist der DIMB gewachsen?

Nein. Nein. Und nochmals nein. 😉 Wir haben überhaupt erst seit unserer Gründung von dem Konzept erfahren. Wie viele andere aus den Medien. Seitdem haben wir dafür gekämpft, dass unsere Trails am Buck erhalten bleiben und nicht dem „Bikepark“ zum Opfer fallen. Zuletzt ziemlich erfolgreich: Das haben wir erreicht – Ein Statement zu unserer Arbeit Ergebnisse der Sportkommissionssitzung – Ein erster Meilenstein Um Konzeptionsideen von unserer Seite für den Bikepark kümmert sich unsere eigene IG-interne Abteilung AK Downhill/Freeride.

24. Eure beiden Sprecherinnen haben ja beide beruflich mit Mountainbiken zu tun. Gibt es da Keinen Konflikt zwischen kommerziellem und ehrenamtlichem Interesse?

Nein. Die Arbeit im Verein ist ehrenamtlich. Dafür kriegen die keinen Cent. Haben aber eine ganze Menge Arbeit und kriegen als Sprecherinnen auch noch alles ab, wenn mal was schiefläuft. Um das zu machen, muss man schon ein bisschen idealistisch sein (oder bekloppt). 😉

25. Wie geht es jetzt weiter?

Es wird einen Runden Tisch geben, der möglichst alle Mountainbiker*innen an der Zukunft des Bucks teilhaben lässt. Wir erarbeiten gemeinsam mit anderen Vereinen, u.a. mit DAV und ADFC, und in Abstimmung mit dem Forst ein Gesamtkonzept/Trailkonzept auf Basis der vorhandenen Strecken.

26. Was hat es mit dem „Trailnetz“ auf sich, ist das nicht der „Bikepark“?

Nein. Der Begriff „Bikepark“ ist nach der Annahme der letzten Beschlussvorlage bei der Sportkommissionssitzung am 17.07.2020 etwas irreführend. Hier ist der „Bikepark“ jetzt nämlich quasi zweiteilig: Zum einen der ursprünglich schon angedachte Bereich unterhalb der Stromschneise, wo sich evtl. auch größere Bauten realisieren lassen. Zum anderen das Trailnetz auf Basis der vorhandenen Strecken. Das alles macht jetzt das neue Konzept „Bikepark Schmausenbuck“ aus.

27. Wer ist an dem „Trailnetz“ beteiligt?

Wir arbeiten derzeit gemeinsam mit anderen Vereinen, u.a. mit DAV und ADFC, und in Abstimmung mit dem Forst an einem Gesamtkonzept/Trailkonzept auf Basis der vorhandenen Strecken.

28. Wie kann ich bei euch in der IG mitmachen?

Ganz einfach: Du kommst auf der Startseite auf unserer Webseite über den Button „Mitglied werden“ auf die bundesweite DIMB-Seite. Da kannst du den Antrag ausfüllen. Die Standard-Mitgliedschaft kostet runtergerechnet gerade mal 2 Euro im Monat. Das ist günstiger als ein Bier. Also kann man schon echt vertreten. Zumal man ja damit nicht nur die Sache hier am Buck und Co. unterstützt, sondern sich für die Interessen aller Mountainbiker bundesweit einsetzt!

29. Ich würde gerne mithelfen, habe aber nicht so viel Zeit. Was kann ich tun?

Kein Problem! Du kannst einfach ganz bequem auch passives Mitglied sein. Niemand wird gezwungen, hier irgendwelche Aufgaben zu übernehmen. Jeder kann sich so engagieren, wie er das selbst will. Aber: Jede einzelne Mitgliedschaft ist eine Stimme mehr fürs Mountainbiken am Buck, an der Alten Veste und in ganz Deutschland!